Angelica Mesiti – Polyphonies

basis Frankfurt

  • 08.12.2017. - 21.01.2018
  • Heute geöffnet

Angelica Mesitis filmische Arbeiten zeugen von einem umfassenden Interesse an Kommunikation als soziale sowie kulturelle Verständigung, die sich in der Vielfalt der körperlichen Interaktion, aber auch des gestischen und akustischen Ausdrucks widerspiegelt. Insbesondere der non-verbale Austausch basierend auf Bewegung und rhythmischen Klängen steht im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis. Mithilfe cineastischer Techniken, wie der Slow-Motion oder dem Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht, inszeniert Mesiti in ihren raumgreifenden Video-Installationen intime Momente, in denen sich die im Zentrum stehenden ProtagonistInnen scheinbar unbehelligt ihrem jeweiligen Ausdrucksmittel hingeben. Insbesondere randständige und schwindende Kulturen und Praktiken bilden für Mesiti hierbei einen wichtigen Bezugspunkt. Sie beleuchtet hier die Transformation der althergebrachten Tradition im Kontext des sich langsam abzeichnenden Einbruchs neuer technisierter Entwicklungen. Die ProtagonistInnen ihrer Filme hingegen scheinen eins zu sein mit der Musik oder ihren Bewegungen und mithilfe von Klängen und Gesten ihrer Kultur und Identität inmitten einer globalisierten Welt Ausdruck zu verleihen.

Angelica Mesiti untersucht mit ihren Videoinstallationen Kommunikation als Form des emotionalen, kulturellen und sozialen Austauschs jenseits der gesprochenen Sprache und verschiebt hierbei den Fokus auf alternative Formen der sozialen Verständigung und des konventionellen Dialogs. Ihre filmischen Arbeiten zeigen auf bestechende Weise eine Auseinandersetzung mit Formen des kulturellen und körperlichen Ausdrucks, dessen Eigenarten und Expressivität Mesiti den Betrachtenden durch ihre zurückhaltende Beobachtung aufzeigt, und sie an diesen intimen Momenten und eindrucksvollen Praktiken teilhaben lässt.

Angelica Mesiti (*1976 in Sydney, Australien) lebt und arbeitet in Paris.

Abbildung: Angelica Mesiti, The Calling.

(Pressetext)