Maria Loboda – Idyl in an Electronics Factory

Schirn

  • 16.11.2018. - 10.02.2019
  • Gerade geschlossen

Der Schlüs­sel zu Maria Lobo­das rätsel­haf­ten Botschaf­ten ist der zweite Blick. Denn eine mili­tä­ri­sche Forma­tion aus Bäumen, ein Binär­code aus Servi­et­ten­rin­gen oder spre­chende Blumen­bou­quets sind erst einmal nur geheim­nis­voll. Die Künst­le­rin über­trägt mit ihren Ready­made-Objek­ten und Instal­la­tio­nen im Raum längst vergan­ge­nes Wissen in die unmit­tel­bare Gegen­wart. Einer Archäo­lo­gin gleich gräbt sie dafür in der Kultur­ge­schichte, befasst sich mit archai­schen Vorstel­lun­gen und vermeint­li­chen Wahr­hei­ten zur Ordnung der Welt. Für die SCHIRN wird Loboda ein neues Projekt entwi­ckeln und in der frei zugäng­li­chen Rotunde präsen­tie­ren. Dabei wird sie in ihrem künst­le­ri­schen Ansatz dem Gegen­satz zwischen Form und Inhalt folgen: Mit schlich­ter Ästhe­tik und Spar­sam­keit der Mittel verstärkt sie die poeti­sche Wirkung ihrer Skulp­tu­ren und Raum­in­stal­la­tio­nen. Maria Loboda lebt und arbei­tet in Berlin. Sie studierte von 2003 bis 2008 bei Mark Leckey an der Städel­schule in Frank­furt am Main und war bereits welt­weit in Grup­pen- und Einzel­aus­stel­lun­gen vertre­ten, u. a. in der Kunst­halle Basel, im IAC – Insti­tut d’art contem­porain in Villeur­banne, in The Power Plant in Toronto, in den Kunst­ver­ei­nen Braun­schweig und Biele­feld sowie im Museo Reina Sofia, Madrid. Darüber hinaus nahm Loboda an der docu­menta 13 teil.