Nicholas Mangan – Limits to Growth

KW Institute for Contemporary Art

  • 02.06.2017. - 13.08.2017

Limits to Growth ist die erste umfassende Werkschau des australischen Künstlers Nicholas Mangan (*1979, AU) in Europa und bietet erstmalig eine Einführung in die Tiefe und Vielfalt von Mangans künstlerischer Praxis für das europäische Publikum. Auf der Grundlage intensiver Forschung in Geschichte und Wissenschaft adressieren Mangans Arbeiten eine Vielzahl von Themen, unter anderem die fortwährenden Auswirkungen von Kolonialismus, die Beziehung der Menschheit zu ihrer natürlichen Umwelt, die heutige Konsumkultur sowie die komplexe Dynamik einer globalen, politischen Wirtschaft. In seiner Einzelausstellung in den KW setzt Mangan fünf entscheidende Projekte aus den vergangenen neun Jahren in Dialog mit einer neuen Filmproduktion. Die Ausstellung entlehnt ihren Titel der Arbeit Limits to Growth (2016), die die Beziehung zwischen zwei monetären Währungen untersucht: Rai, große Steinmünzen der mikronesischen Insel Yap, und Bitcoin, eine digitale Währung, die vermeintlich 2008 von Satoshi Nakamoto erfunden wurde.

Die Auswahl der Arbeiten für die Ausstellung in den KW ist charakteristisch für Mangans Ansatz, sich mit Schlüsselfragen unserer Zeit durch einen detaillierten Blick auf soziopolitische Implikationen von Energiesystemen zu befassen. Ein spezieller Fokus liegt auf den Narrativen, die für Mangans eigene geografische Region – den asiatisch-pazifischen Raum – von besonderer Bedeutung sind, und auf der Rolle seines Heimatlands Australien. Die Ausstellung wurde gemeinsam von den KW Institute for Contemporary Art, Berlin mit dem Monash University Museum of Art in Melbourne (MUMA) und dem Institute of Modern Art in Brisbane (IMA) erarbeitet. Die Ausstellung wird von einer umfassenden Publikation begleitet, herausgegeben von Sternberg Press. Die Publikation umfasst neue Essays und Texte von Ana Teixeiro Pinto und Helen Hughes sowie ein Gespräch zwischen dem Künstler und dem kuratorischen Büro Latitudes mit Sitz in Barcelona.

Neben ihrem Ausstellungsprogramm produzieren die KW kontinuierlich Auftragsarbeiten und erweitern so ihre Ausstellungspraxis über die Grenzen des Gebäudes hinaus. Die Auftragsarbeiten stellen eine andere Zeitlichkeit dar und richten das Augenmerk auf den Produktionsprozess von Kunstwerken, indem sie Umgebung und Architektur beider Institutionen – der KW und der Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst – neu herausfordern. Während der kommenden Ausstellungssaison werden neue und bereits bestehende Arbeiten von atelier le balto, Felix Gonzalez-Torres und Trevor Paglen gezeigt.

In Kollaboration mit der Julia Stoschek Collection und Outset Germany konzentrieren sich die KW hierbei auf zwei künstlerische Neuproduktionen pro Jahr. Eröffnet wird die Serie, die von Mason Leaver-Yap, KWs assoziierte KuratorInnen, produziert wird, mit den KünstlerInnen Jamie Crewe und Beatrice Gibson.

(press release)