Power to the People – Halil Altındere, Phyl­lida Barlow, Guil­laume Bijl, Julius von Bismarck, Andrea Bowers, Osman Bozkurt, Tobias Donat, Sam Durant, Omer Fast, Mark Flood, Foren­sic Archi­tec­ture, Dani Gal, Katie Holten, Adel­ita Husni-Bey, Hiwa K, Edgar Lecie­je­w­ski, Jona­than Monk, Ahmet Öğüt, Ricarda Roggan, Mari­nella Sena­tore, Rirkrit Tira­va­nija, Nasan Tur, Jens Ullr

Schirn

  • 21.03.2018. - 27.05.2018

Die Demo­kra­tie scheint in der Krise, die Ära der Post­de­mo­kra­tie bereits ange­bro­chen. Die Symptome dafür sind viel­fäl­tig: popu­lis­ti­sche Führer, Fake News, Rück­fall in auto­kra­ti­sche Struk­tu­ren, tota­li­täre Propa­ganda, Neoli­be­ra­lis­mus. Dennoch ist seit eini­ger Zeit spür­bar, dass sich die Gesell­schaft wieder poli­ti­siert. Und auch die Künst­ler erhe­ben zuneh­mend Einspruch. Sie schaf­fen Werke, die sie als Instru­mente der Kritik verste­hen und die ausdrück­lich poli­tisch moti­viert sind. In einer großen Ausstel­lung bringt die SCHIRN künst­le­ri­sche Posi­tio­nen zusam­men, die sich als Seis­mo­gra­fen des poli­ti­schen Handelns der Gegen­wart lesen lassen. Dabei liegt der Fokus auf grund­sätz­li­chen Fragen und der Ausein­an­der­set­zung mit Phäno­me­nen und Möglich­kei­ten poli­ti­scher Betei­li­gung. In den Arbei­ten werden Haltun­gen infrage gestellt, Formen des Protests abge­bil­det und künst­le­ri­sches Enga­ge­ment ins Visier genom­men. Instal­la­tio­nen, Foto­gra­fien, Videos, Gemälde und Skulp­tu­ren von Phyl­lida Barlow, Andrea Bowers, Julius von Bismarck, Sam Durant, Omer Fast, Adel­ita Husni-Bey, Hiwa K, Ahmet Öğüt, Rirkrit Tira­va­nija oder Foren­sic Archi­tec­ture doku­men­tie­ren das lang­same Auflö­sen demo­kra­ti­scher Errun­gen­schaf­ten ebenso wie den Druck der neuen Massen­be­we­gun­gen. Sie analy­sie­ren Herr­schafts­dis­kurse, bieten nonkon­for­mis­ti­sche Einwürfe, entwi­ckeln Stra­te­gien des Wider­spruchs oder geben die einfalls­rei­chen Wege der neuen Protest­kul­tur wieder.

(Pressetext)