Sol Calero – Solo Pintura

Barbara Gross Galerie

  • 12.07.2018. - 08.09.2018
  • Heute geöffnet

SOL CALERO - Solo Pintura

13. Juli bis 8. September 2018

Wir freuen uns, erstmals in München eine Ausstellung der venezolanischen Künstlerin Sol Calero zu präsentieren. In den vergangenen Jahren erlangte sie große Aufmerksamkeit mit ihren farbenprächtigen Environments, die dem Besucher in Form von nachgebildeten Shopping Centern, Reisebüros, Friseursalons oder Kinos begegnen. Solo Pintura ist die zweite Ausstellung von Sol Calero, die sich ausschließlich auf ihre Malerei konzentriert. In einer neuen Serie von eigenständigen Arbeiten setzt die Künstlerin ihre Erkundungen
des formalen Vokabulars des Exotismus fort. Ihre Bilder machen sich die typische Ästhetik lateinamerikanischer Volkskunst zu eigen und stellen zugleich standardisierte Vorstellungen des "Anderen" infrage. Ihre neuen Bilder sind vom Dschungel ebenso inspiriert wie von urbanen Szenen – lebendigen Orten, an denen alles zur selben Zeit geschieht. Gerüche, Geräusche, Texturen und visuelle Eindrücke – neuer wie alter Kulturen – überlagern sich, bilden Kontraste und fügen sich zu einem lebendigen Ganzen. Die Farbpalette der neuen Kompositionen reicht von leuchtendem Grün, Pink, Gelb und Blau bis hin zu verschiedenen Schattierungen von Braun, und entspricht damit dem ganzen Spektrum der Erfahrung
von Farbe an verschiedenen Orten, die Sol Calero bereist und kennenlernt. Auch Pflanzen und Früchte spielen eine bedeutende Rolle in Caleros Vokabular und stellen sowohl die Natur selbst als auch unsere idealisierte Vorstellung von ihrer Vollkommenheit dar. Diese Motive werden häufig in abstrakte Muster überführt und in Referenz an architektonische Elemente mit einfachen Baustoffen kombiniert. Mosaike, gewelltes Plastik und Gitterwerke sind sowohl in Caleros Malerei als auch in ihren Installationen präsent. Überhaupt sind Malerei und Installation eng miteinander verwoben. So organisiert Sol Calero ihre räumlichen Szenarien, als wären es Bilder. Diese verbinden sich in der Ausstellungssituation wiederum mit den farbig gestrichenen Wänden. Hinter Caleros spielerischem Ansatz verbirgt sich ein fundiertes kunsthistorisches und kulturelles
Wissen, das sich in einem breiten Spektrum an Verweisen durch ihr gesamtes Werk zieht. Es ist eine Forschungsreise, die Fragen zu Inklusion und Exklusion aufwirft und sich hierfür die bekannte Ikonographie des Tropikalismus zu Nutze macht.

(Pressetext)

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