Reflektor M 2018: Eine Ménage à trois – Darf ich vorstellen? Das neue Team dieses online Magazins

  • 03.11.2017

Die Frauen.

Art+Feminism ist eine weltweite Bewegung mit dem Ziel, Artikel über Frauen, insbesondere Künstlerinnen, Musikerinnen und Autorinnen, auf Wikipedia zu erstellen oder zu ergänzen. Anlässlich meiner Veröffentlichung der 99 Instagram Posts am Weltfrauentag, zu Frauen, von denen ich was gelernt habe, wurde ich eingeladen, daran teilzunehmen. Es waren Mira Sacher und Laura Lang, die das Projekt in München auf die Beine stellten. Reflektor M, das lässt sich jetzt schon sagen, hat einen großen Teil des Jahres 2017 dem Thema Frauen+Internet gewidmet. Mira Sacher und Laura Lang spielen hier die wichtigste Rolle. Das war im Sommer noch nicht absehbar, aber sie ermöglichten dann die Ausstellung von Clara Wuigk in der PLATFORM, die wir, nach unserem gemeinsam produzierten Buch (aus der Reihe Reflektor M Digest x 100for10), geplant haben. Laura Lang und Mira Sacher arbeiten noch bis Ende des Jahres als Volontärinnen an der PLATFORM und haben dann viel vor. Mit mir Reflektor M zu erweitern, zum Beispiel.

Die Städte.

Nach zehn Jahren proaktivem Aufenthalt in München, ziehe ich nach Berlin. Mira und Laura sind in München und wir arbeiten zwischen den Städten. Ich bin Fernbeziehungen gewohnt und die neue ICE-Strecke Berlin-München dauert ab Dezember nur vier Stunden. Da geht wirklich keine Zeit verloren und Reflektor M wird aus den tausend Veranstaltungen dieser beiden zentralen Städte eine feine Auswahl im Kalender präsentieren. Vormittag: Pressekonferenz im Haus der Kulturen der Welt, Abends: Eröffnung in der Villa Stuck. Nachmittag: ein Rundgang durch die Galerien in Mitte, Mitternacht: ein unhealthy art flair im ‚by Prinzip’. 
Tagsüber: ein Symposium an der Akademie der Bildenden Künste, Abends: Nun-Salon in Mitte. Lunch bei Charles, Absacker in der Paris Bar.

Berlin und München sind in diesem ersten Viertel des 21. Jahrhundert herausfordernd und langweilig zu gleich. Es gibt in Berlin und München einfach alles: Elend und Glanz, wie in der Weimarer Republik (siehe die wunderbar kuratierte Ausstellung in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main). Sie sind ja nur zwei von vielen Städten, die auf Reflektor M regelmäßig thematisiert und besprochen werden.

Das Online Magazin.

Berlin braucht kein Reflektor M. Reflektor M wurde für München konzipiert. Braucht München Reflektor M? Das wird sich aufs Neue herausstellen, 2018, wenn unsere To-Do-Liste abgearbeitet ist. 2015 habe ich Reflektor M mit vier Männern gegründet, 2016 hatte das Online Magazin seinen eigenen Raum, 2017 war es eine One-Woman-Show, 2018 wird es eine Menage-a-trois.

Es hat sich viel getan und verändert. Reflektor M präsentiert jetzt über 120 Räume (Places) in und außerhalb Deutschlands: Mit einem Kalender, der ankündigt was aktuell läuft, was heute passiert, was kommen wird. Mit Texten, die Reaktionen auf Dinge sind, die bewegt werden müssen.

Laura Lang

studierte Kunstgeschichte, Theater- und Medienwissenschaft in Marburg, Berlin und München. Sie war kuratorische Assistentin bei der Residency-Ausstellung „Post-Studio Tales“ (DISTRICT Berlin) und kuratierte zusammen mit dem archive artist publications die Ausstellung „GEGENKULTUR – Münchner Independent Magazine“ und mit Philipp Gufler „I WANNA GIVE YOU DEVOTION“ (PLATFORM München). Neben Stationen in Galerien in Berlin und München, der Lothringer13_Halle, dem Haus der Kunst und einem Volontariat im Bereich Kulturmanagement arbeitet sie als freie Mitarbeiterin für das Künstlerbucharchiv von Hubert Kretschmer und schreibt als freie Autorin Texte für verschiedene Künstler*innen und Institutionen (u.a. Buchheim Museum). Ihre Leidenschaft gilt Künstlerbüchern, zeitgenössischer Kunst, vor allem Video- und Performancekunst und Tanz, und der Zusammenarbeit mit inspirierenden Frauen.

Mira Sacher

studierte, nach einer Bühnenbildassistenz am Theater Freiburg, Kunstvermittlung an der Akademie der bildenden Künste in Wien und Marseille. Als Studienassistentin bei Dr. Elke Gaugele betreute sie unter anderem das Symposium und die Publikation Aesthetic Politics in Fashion und war in der Sammlung des mumoks für die Archivierung des museums in progress zuständig. Nach der Mitarbeit im Kunstverein das weisse haus und einen Abstecher ins VWL Studium an der WU Wien, zog Mira für ein Volontariat im Kulturmanagement an der PLATFORM nach München. Mira schreibt Texte für Künstler*innen, ist freie Mitarbeiterin im Verlag Taube und unterrichtet Kunst. Ihre Suche nach schweren Beats und starken Frauen(stimmen) führt sie in die Cloud und an die Plattenteller. Zusammen haben Laura Lang und Mira Sacher 2017 den ersten Münchner ART+FEMINISM Edit-a-thon initiiert, der 2018 in die zweite Runde geht.

María Inés Plaza Lazo

bin ich, Herausgeberin dieses Online Magazin, des Ghost Pavilion, der Reihe von Künstlerbücher Reflektor M Digest. Macherin. Meine Erfahrungen habe ich hauptsächlich in München gesammelt; in Stiftungen, Museen, Galerien, Bars, Seminaren, Bibliotheken. Ich hatte nie vor, diese Stadt zu verlassen. Ich hasse bis heute ihren verdummenden, provinziellen Ausdruck: Weltstadt mit Herz. Heute hasse ich es noch mehr, weil es stimmt. Es ist meines, das hier bleibt.