Stephan Janitzky: Was macht Deutschland heute für die Kunst eigentlich so anders, so attraktiv? – nicht lektoriert

1 Standort Deutschland für die Kunst. Was fällt Ihnen / Dir spontan hierzu ein? Wo sind Stärken, wo Schwächen? Gibt es etwas Spezifisches?

schon aufgrund des Titels landet die Ausstellung Made in Germany erstmal im Spam, später leg ich sie dann im Papierkorb ab. Nein, es ist nichts spezifisches mit Kunst, sondern sehr allgemein diese peinlichen Anwerbungsversuche für Deutschland, die ich immer gleich entsorge.

2 Welche Faktoren sind für Sie/Dich bei der Entwicklung des Werks oder der Arbeit – auf mentaler und diskursiver Ebene – als auch in Hinblick auf die realen Produktionsbedingungen wichtig? Beispiele?

Ist mir irgendwas auf "mentaler und diskursiver" Ebene mehr egal als der Standortfaktor Deutschland ? Die "realen Produktionsbedingungen" sind allerdings gobal betrachtet eher Scheißi für viele. Jaaaa, Germany, ich schau da gerade in deine Richtung ...

3 Wie wichtig sind Ausbildungsorte, diskursive Plattformen, Räume und/oder Institutionen für den eigenen Werdegang? Beispiele?

Wieso beteilige ich mich als Künstler oder Künstlerin an einer PR Veranstaltung von und für Deutschland? Sind das die gleichen Personen die noch einen Handyvertrag abschließen weil er ihnen mehr Freiheit verspricht? Oder ist es Ihnen schlicht egal und die Angst nicht mehr angerufen zu werden lässt sie mit "Hey! Germanyyyyy!" als nickname unterschreiben?

4 Inwiefern haben sich die Produktionsbedingungen und -mechanismen in den letzten Jahren verändert und inwieweit hat dies Deine/Ihre Arbeit beeinflusst?

Made in Germany ist der Normalzustand - und nicht mehr als etwas langweilig dummes, dass niemand vermissen würde, wäre es morgen nicht mehr da. Heute mach ich was mit Germany, morgen irgendwas mit redbull.