Aiko Okamoto: Was macht Deutschland heute für die Kunst eigentlich so anders, so attraktiv? – nicht lektoriert

1 Standort Deutschland für die Kunst. Was fällt Ihnen / Dir spontan hierzu ein? Wo sind Stärken, wo Schwächen? Gibt es etwas Spezifisches?

Ich bin schon länger als zwei Jahre nicht mehr Deutschland verlassen und weiß deswegen nicht wirklich, was in Deutschland so speziell wäre. Neulich habe ich mit den Künstler_innen von Soshenko 33 (Kiev), Termokiss (Pristina), Toestand (Brüssel) und Happy Pozitv (Zürich) zusammen gearbeitet, die im Rahmen der documenta einen "Dorf" im Park gebaut haben. Die meinten, so etwas ginge in ihrem Land nicht.

2 Welche Faktoren sind für Sie/Dich bei der Entwicklung des Werks oder der Arbeit – auf mentaler und diskursiver Ebene – als auch in Hinblick auf die realen Produktionsbedingungen wichtig? Beispiele?

Inspirierende Mitmenschen.

3 Wie wichtig sind Ausbildungsorte, diskursive Plattformen, Räume und/oder Institutionen für den eigenen Werdegang? Beispiele?

Ausbildungsorte an sich sind vielleicht nicht ganz wichtig aber es ist einfacher in der Schule Leute kennen zu lernen als nach der Ausbildung. Da ich gerne kollektiv arbeite, war die Kunsthochschule sehr toller Ort für Projekte entwickeln.

4 Inwiefern haben sich die Produktionsbedingungen und -mechanismen in den letzten Jahren verändert und inwieweit hat dies Deine/Ihre Arbeit beeinflusst?

So viele Online-Kommunikation wie noch nie. Es liegt auch daran, dass die Künstler_innen in meiner Umgebung viele Projekte parallel betreiben und sofern das reale Treffen oft schwierig ist. Um so mehr freue ich mich über die Arbeiten, die im realen Raum entstehen.