BBK - Galerie der Künstler

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Die „Galerie der Künstler“ zeigt ständig wechselnde Ausstellungen von jungen Künstlerinnen und Künstlern aus dem Münchener Raum und Bayern. Die Präsentationen dienen in erster Linie der Nachwuchsförderung, wobei sich die Galerie als vermittelnde Schnittstelle zwischen KünstlerInnen, Öffentlichkeit, Privatgalerien, Museen und Presse versteht. Dass dieses Ziel nicht zu hoch gesteckt ist, zeigt die große Resonanz auf die Ausstellungstätigkeit der Galerie: Viele bekannte Künstlerinnen und Künstler konnten ihren Einstieg ins Berufsleben durch die Teilnahme an den verschiedenen Ausstellungsreihen wie "Die ersten Jahre der Professionalität", "Debutanten" sowie „Bayerischer Kunstförderpreis“ finden. Zusätzlich wählt eine Jury des BBK freie Kunstkonzepte aus.

Träger der Galerie der Künstler ist der Anfang des 20. Jahrhunderts gegründete Berufsverband Bildender Künstler München und Oberbayern e.V. (BBK), der sich die Vertretung kulturpolitischer, rechtlicher, sozialer und wirtschaftlicher Interessen von Künstlerinnen und Künstlern zur Aufgabe gemacht hat.

Förderer der Galerie sind: das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das Kulturreferat der Landeshauptstadt München die LfA Förderbank Bayern und Projektförderungen wechselnder Sponsoren


Historie

1858 gründete sich die Königlich Privilegierte Künstlergenossenschaft in München. Im Jahr 1900 erhielten die dort zusammen geschlossenen Künstlerinnen und Künstler das Erdgeschoss im Alten Nationalmuseum, also den jetzigen Trakt der „Galerie der Künstler“ durch Prinzregent Luitpold „zur freien Ausstellung und zur Entfaltung zeitgenössischer Bildender Kunst”. Als Verwaltungs- und Sitzungsgebäude sowie als Archiv fungierte das Künstlerhaus am Lenbachhaus, das außerdem der gesamten Münchner Künstlerschaft zur Verfügung stand. Aufgrund der zahlreich vorhandenen und konkurrierenden Künstlergruppen Münchens entschlossen sich einige Künstler 1905 dazu, einen Verband zu gründen, der sich auf wirtschaftliche und soziale Bereiche beschränkte, um somit eine gemeinsame allgemeine Vertretung aller Künstler zu erreichen, der aber den Streit um künstlerische Auffassungen ausklammern sollte. Der Sitz des Verbandes war ebenfalls das Künstlerhaus am Lenbachplatz. Daraus entstand 1914 der „Wirtschaftliche Verband Bildender Künstler Deutschlands“, der 1921 in „Reichswirtschaftsverband Bildender Künstler“ und später in „Reichsverband Bildender Künstler“ umbenannt wurde. Nach dem Brand des Glaspalastes 1931 und der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurden zunächst alle oppositionellen Künstlerverbände aufgelöst. Unter der Führung des Propagandaministeriums kam es zur Gründung der Reichskammer der Bildenden Künste, die sodann auch die Gesamtorganisation der Künstlerschaft und aller Kunstschaffenden übernahm. Eine eigenständige freie Vertretung der Künstlerschaft war nicht mehr gegeben. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs erhielt 1946 der Berufsverband Bildender Künstler mit Sitz im Künstlerhaus die Genehmigung zur Verbandsgründung und wurde 1948 im Vereinsregister eingetragen. Die Räume in der Maximilianstraße wurden 1947 an den Berufsverband Bildender Künstler, in Nachfolge der „Königlich Privilegierten“, übergeben. Die Rückkehr der Künstlerschaft in die angestammten Räume erfolgte auf Veranlassung der Alliierten und der Bayerischen Staatsregierung. 1981 versah eine junge Generation von KünstlerInnen die Galerie mit einem modifizierten Ausstellungsprogramm und mit dem Namen GALERIE DER KÜNSTLER. Priorität erhielt nun die Förderung junger KünstlerInnen aus dem Münchner und dem bayerischen Raum.