Das Kreativquartier

Neben gewerblichen, kulturellen, kreativwirtschaftlichen und sozialen Nutzungen sind in vier Teilquartieren mindestens 900 Wohnungen und eine Grundschule vorgesehen. Im nördlichen Teil hat sich eine lebendige Kunst- und Kulturszene etabliert, deren Potenzial aufgegriffen und zur Identitätsbildung des neuen Quartiers beitragen soll. Die Leitideen des prämierten Wettbewerbsentwurfs der Büros Teleinternetcafe und TH Treibhaus werden derzeit in einem Rahmenplan weiterentwickelt, der den künftigen Planungs- und Verfahrensschritten zugrunde gelegt wird. Dieser soll 2015 dem Stadtrat vorgestellt werden.

Das Areal wird in die vier Bereiche „Kreativpark“, „Kreativplattform“, „Kreativfeld“ und „Kreativlabor“ unterteilt, die zwar miteinander vernetzt sind, aber unabhängig voneinander entwickelt werden können. Die denkmalgeschützten Industriebauten Jutier- und Tonnenhalle stehen momentan leer und sollen künftig das kulturelle und kreativwirtschaftliche Zentrum des Quartiers bilden. Sie sind Teil des "Kreativparks", der zentralen Freifläche, welche die Dachauer Straße und Heßstraße miteinander verbindet. Im Süden des Geländes wird die Hochschule für angewandte Wissenschaften um einen Campus Nord erweitert und bildet zusammen mit neuen Wohngebäuden den Bereich "Kreativplattform". Um den Leonrodplatz wird die vorhandene Quartiersversorgung durch Einzelhandel und gewerbliche Nutzungen ergänzt. Im "Kreativfeld" soll neben Wohnungen eine Grundschule entstehen, auch Kinderhäuser werden in die Quartiere integriert. Insgesamt sind 770 Arbeitsplätze angedacht.

Im Kreativfeld und der Kreativplattform soll möglichst rasch Baurecht für Wohnungen geschaffen werden, um den Nutzungsdruck aus dem vierten Teilbereich, dem "Kreativlabor", herauszunehmen. Das Kreativlabor mit der bestehenden Kunst- und Kulturszene kann sich so - unter Einbeziehung der Nutzerinnen und Nutzer - langsam weiterentwickeln. Momentan wird untersucht, welche der bestehenden Gebäude saniert und langfristig erhalten werden können und welche aufgrund ihres baulichen Zustands abgebrochen werden müssen oder gegebenenfalls noch mittelfristig genutzt werden können. Die besondere Identität des Kreativlabors soll das Kreativquartier prägen und als Marke stadt- und bundesweit positionieren. Auch dort sollen Wohnungen entstehen, jedoch in geringerer Zahl als in den anderen drei Bereichen.

(Aus der Pressemitteilung der Stadt München)