Secession

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Im Sinne ihres an der Fassade angebrachten Mottos „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit“ realisiert die Secession ein international ausgerichtetes Ausstellungsprogramm, das in Einzel- und Themenausstellungen relevante künstlerische Ausdrucksformen der Gegenwart präsentiert. Es ist ein Sensorium für die ästhetischen, kunst-, kultur- und gesellschaftskritischen Diskurse, die unsere Zeit prägen, und die politische Bedeutung, die ihnen zukommt.

Die Secession ist ein wichtiges Forum für junge Kunst mit einer Bereitschaft zum Experiment. Ihr Konzept umfasst aber auch markante, bereits etablierte Positionen. Texte, Kataloge, Symposien und Vorträge erweitern, dokumentieren und vermitteln die Aktivitäten des Hauses.

Die Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession ist heute weltweit das älteste unabhängige und ausdrücklich der zeitgenössischen Kunst gewidmete Ausstellungshaus. Das Programm für die jährlich 10 bis 15 Ausstellungen wird auf demokratischer Basis und nach ausschließlich künstlerischen Gesichtspunkten von den Mitgliedern des Vorstands der KünstlerInnenvereinigung erstellt. Grundlegendes Anliegen ist die Präsentation von aktuell relevanten Entwicklungen der internationalen und österreichischen Kunst sowie die Bereitschaft zum Experiment.

Die Secession wurde 1897 von einer Gruppe von Künstlern um Gustav Klimt gegründet, die sich vom konservativen Künstlerhaus abgespalten hatte. Klimt wurde der erste Präsident der Vereinigung, unter den Gründungsmitgliedern waren die Maler Kolo Moser und Carl Moll sowie die Architekten Josef Hoffmann und Joseph Maria Olbrich. Olbrich gestaltete 1898 das Ausstellungshaus, ein gebautes Manifest für die Ideen der neuen Künstlervereinigung, die sich der aktuellen Moderne verschrieben hatte. Eine wichtige Funktion in der secessionistischen Bewegung hatte auch ihre Kunstzeitschrift Ver Sacrum (Heiliger Frühling), deren programmatischer Titel bis heute in goldenen Lettern die Fassade des Hauses ziert.