Art Opening – Cure for Wellness: Ausstellung und Vortragsabend

Opening

  • 19:00 - 23:30 Uhr
  • 20.02.2018
  • Köşk

Herzliche Einladung

zu der Ausstellung Cure for Wellness

ch zeige meine neue Installation zum Thema Badezimmer, Einrichtung und Sehnsüchte!

Die Ausstellung wird von einem Vortragsabend unterstützt mit künstlerischen Beiträgen von Bianca Kennedy und Judith Neunhaeuserer, sowie Lyrik von Heike Fröhlich, Pega Mund, Adrian Sölch und Katharina KohmKatharina Kohm. Weiter gibt es wissenschaftliche Vorträge von Sphie Stackmann, Konstantin Klure und Anna Müller. Der Vortragsabend wird von Ulla Stackmann eingeleitet und organisiert.

Ich freue mich sehr, wenn Ihr vorbei kommt!

Herzliche Grüße Sophia Mainka

PRESSETEXT:

Vom 20. Bis 24. Februar zeigt die Künstlerin Sophia Mainka eine Rauminstallation zum Thema Badezimmer. Ein Vortragsabend mit akademischen und künstlerischen Beiträgen begleitet die Ausstellungseröffnung.

Das Badezimmer spiegelt die Spannung zwischen Privatheit und Öffentlichkeit in unserer Gesellschaft wider. Als persönlicher Rückzugsort ist es Ausdruck größter Intimität. Nacktheit, Notdurft und Waschen bleiben hinter der Badezimmertür verborgen. Zugleich ist das Bad ein Ort, an dem wir uns Gästen, Freunden und der eigenen Familie präsentieren. Kostspielige Wasserhähne, Frottee-Badvorleger oder Regenwasserduschen unterstreichen die kommerzielle Seite des Badezimmers.

Die Installation von Sophia Mainka setzt sich mit diesen Widersprüchen auseinander. Sie bedient sich der Strategien von Einrichtungshäusern im Aufbau ihrer Rauminstallation und führt sie ad absurdum. Gegenstände wie Duschvorhang, Badregal oder Badewanne verlieren ihre Funktion und stehen für sich im Kontext der Ausstellung. Die Ästhetik des Massenkonsums wird so entlarvt. Ebenso geht es um die Sehnsucht, die das Badezimmer weckt. Seifenhalter in Muschelform oder Shampoos mit Meeresduft verweisen auf die Imaginationskraft des Bads und den Wunsch nach fernen Orten. Diese Aspekte umschreibt Sophia Mainka auf vielfältige Weise in ihrer Installation. Sie zieht keine Schlüsse, sondern lässt den Besucher*innen Freiraum, um sich mit ihren eigenen Bad-Erfahrungen zu beschäftigen. Der Zwiespalt zwischen Alltagskultur und Poetik des Bads tritt auf diese Weise in Erscheinung.

Teil der Ausstellungseröffnung sind drei wissenschaftliche Vorträge, die die Entwicklung des Volksbads, die Individualisierung des Badezimmers und die öffentliche Toilette in der Schwulenkultur beleuchten. Künstlerische Beiträge von Münchner Lyrikerinnen und Künstlerinnen ergänzen diese Perspektiven. Ziel des Abends ist eine Auseinandersetzung mit dem Badezimmer als Kulturraum.