X. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ästheti – DAS IST ÄSTHETIK!

DGAE

  • 09:00 - 17:00 Uhr
  • 17.02.2018
  • Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main

9:00 – 11:00

Was ist gutes Design?
David Espinet, Daniel Martin Feige (Chair), Anke Haarmann, Felix Kosok
x Bühnenbild

Theorie als Kunst.Zu ästhetischen Formen des Denkens
Kathrin Busch (Chair), Holger Brohm, Christoph Brunner, Alice Lagaay, Hanne Loreck
× Raum 101

Empirische Ästhetik: Perspektiven, Möglichkeiten, Grenzen
Jörg Fingerhut, Christian Grüny (Chair), Christoph Seibert, Klaus Speidel, Valentin Wagner, Melanie Wald-Fuhrmann
× Atelier Hesse

Ästhetik nach Adorno
Maxi Berger, Stefan Hölscher, Philipp Kleinmichel, Felix Trautmann (Chair), Susan Winter
× Raum 312

Ästhetik der Zeit/Zeit der Ästhetik Brecht
Paul Hendrik Govaerts, Nils Plath, Jochen Schuff, Dirk Setton (Chair), Rahel Villinger
× Atelier Stumpf

11:15 – 13:15

Wertformen: Ästhetik und Ökonomie
Marlon Lieber, Ulrich Richter, Lisa Schmalzried, Kerstin Stakemeier (Chair), Benjamin Wihstutz
x Bühnenbild

Formen ästhetischen Denkens
Annika Haas, Michael Lingner, Judith-Frederike Popp, Birgit Recki (Chair)
× Raum 101

Empirische Ästhetik interdisziplinär
Christian Allesch, Martin Gessmann (Chair), Nicolas Kleinschmidt, Helmut Leder, Harry Lehmann
× Atelier Hesse

Phänomenologien der Unbestimmtheit
Kristin Theresa Drechsler, Stefanie Johns, Oliver Klaassen, Marc Ries (Chair), Zhuofei Wang
× Raum 312

Repetitive Ästhetiken: Reproduktion,Automatismus, Aneignung
Alexandra Heimes, Maria Muhle (Chair), Francesca Raimondi, Simon Rothöhler
× Atelier Stumpf

14:30 – 15:30

Arts: neither Art nor works of art
Keynote: Tristan Garcia

15:45 – 16:45

Das Ungesagte meinen. Poetische Verlässlichkeit
Keynote: Monika Rinck

16:45 - 17:00

Schlusswort Juliane Rebentisch


2018 – und mit diesem Kongress – feiert die Deutsche Gesellschaft für Ästhetik ihr 25-jähriges Bestehen. Dies ist uns indes weniger Anlass zum Rückblick auf die traditionsreiche Geschichte der philosophischen Ästhetik, in deren Licht die Gesellschaft übrigens überraschend jung erschiene. Vielmehr verstehen wir das Jubiläum als eine ausgezeichnete Gelegenheit, die bewegte Gegenwart der Ästhetik in den Blick zu nehmen eine Gegenwart, die das ästhetische Denken mit einer gewissen Dringlichkeit über die disziplinären Grenzen hinaustreibt.

Seit der Gründung der Gesellschaft im Jahr 1993 hat sich die wissenschaftliche Fächerlandschaft enorm verän- dert, so dass sich nicht mehr nur die Frage stellt, wer wie und mit welchem Selbstverständnis Ästhetik betreibt, son- dern auch, wo sie statt ndet. Denn deutlicher noch als dies in den 1990er Jahren bereits der Fall war, ist sie heute nicht mehr ausschließlich an den philosophischen Instituten verankert, sondern ndet ihren Ort auch an Kunsthoch- schulen, in den Kunst-, Design-, Kultur- und Medienwissen- schaften sowie in interdisziplinären Forschungsprojekten und Studiengängen – und dies, im Vergleich etwa zur Situation von vor zehn Jahren, mit neuem Schwung. Tatsächlich entstehen an zahlreichen Orten und im Rahmen interdiszip- linärer Verbünde, die die Philosophie einbegreifen oder vermittelt auf ihre Tradition bezogen sind, Forschungspro- jekte und Studiengänge, die die Ästhetik neu beleben. Der X. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik widmet sich daher einer Neukartierung der Ästhetik, die es nun nicht mehr allein als philosophische Teildisziplin, sondern überdies als ein interdisziplinär verfasstes Forschungsfeld in den Blick zu nehmen gilt.

Die Ästhetik steht heute vor besonderen Herausforderungen, denn die Grenzen des Ästhetischen scheinen sich zunehmend aufzulösen. Davon zeugt die kunstkritische Rede von der Entgrenzung der Kunst und der Künste ebenso wie die kulturkritische von der Ästhetisierung der Lebenswelt. Ästhetisches und Nicht-Ästhetisches können einander offenbar nicht mehr äußerlich – als klar umrissene Gegenstandsbereiche – gegenübergestellt werden.