X. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ästheti – DAS IST ÄSTHETIK!

DGAE

  • 14:00 - 21:00 Uhr
  • 14.02.2018
  • Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main

14:00 – 14:40 Grußworte Bernd Kracke, Juliane Rebentisch

14:45 – 15:30 25 Jahre Deutsche Gesellschaft für Ästhetik Karlheinz Lüdeking, Birgit Recki, Lambert Wiesing

15:45 – 16:45 Painting in Waiting: Or, Prelude to a Critical Philosophy of History and Art Keynote von Lydia Goehr

17:00 – 19:00 Zwischen den Künsten. Am Beispiel Omer Fast
Peter Bexte, Kristina Jaspers, Angela Lammert, Rüdiger Zill (Chair)
× Bühnenbild

Die Funktionalität der Künste.
Aktuelle Perspektiven
Stefan Deines, Birgit Eusterschulte, Christian Krüger, Séverine Marguin, Judith Siegmund (Chair)
× Raum 101

Aktualität der Bildtheorie
Emmanuel Alloa, Wolfram Pichler, Markus Rautzenberg, Eva Schürmann (Chair), Dirk Westerkamp
× Atelier Hesse

Ästhetik von Kleidung und Mode – Strategien zwischen Umcodierung und kultureller Appropriation
Elke Gaugele, Antonella Giannone, Alexandra Karentzos, Petra Leutner (Chair)
× Raum 312

ab 19:00 Umtrunk × Kapelle Isenburger Schloss


2018 – und mit diesem Kongress – feiert die Deutsche Gesellschaft für Ästhetik ihr 25-jähriges Bestehen. Dies ist uns indes weniger Anlass zum Rückblick auf die traditionsreiche Geschichte der philosophischen Ästhetik, in deren Licht die Gesellschaft übrigens überraschend jung erschiene. Vielmehr verstehen wir das Jubiläum als eine ausgezeichnete Gelegenheit, die bewegte Gegenwart der Ästhetik in den Blick zu nehmen eine Gegenwart, die das ästhetische Denken mit einer gewissen Dringlichkeit über die disziplinären Grenzen hinaustreibt.

Seit der Gründung der Gesellschaft im Jahr 1993 hat sich die wissenschaftliche Fächerlandschaft enorm verän- dert, so dass sich nicht mehr nur die Frage stellt, wer wie und mit welchem Selbstverständnis Ästhetik betreibt, son- dern auch, wo sie statt ndet. Denn deutlicher noch als dies in den 1990er Jahren bereits der Fall war, ist sie heute nicht mehr ausschließlich an den philosophischen Instituten verankert, sondern ndet ihren Ort auch an Kunsthoch- schulen, in den Kunst-, Design-, Kultur- und Medienwissen- schaften sowie in interdisziplinären Forschungsprojekten und Studiengängen – und dies, im Vergleich etwa zur Situation von vor zehn Jahren, mit neuem Schwung. Tatsächlich entstehen an zahlreichen Orten und im Rahmen interdiszip- linärer Verbünde, die die Philosophie einbegreifen oder vermittelt auf ihre Tradition bezogen sind, Forschungspro- jekte und Studiengänge, die die Ästhetik neu beleben. Der X. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik widmet sich daher einer Neukartierung der Ästhetik, die es nun nicht mehr allein als philosophische Teildisziplin, sondern überdies als ein interdisziplinär verfasstes Forschungsfeld in den Blick zu nehmen gilt.

Die Ästhetik steht heute vor besonderen Herausforderungen, denn die Grenzen des Ästhetischen scheinen sich zunehmend aufzulösen. Davon zeugt die kunstkritische Rede von der Entgrenzung der Kunst und der Künste ebenso wie die kulturkritische von der Ästhetisierung der Lebenswelt. Ästhetisches und Nicht-Ästhetisches können einander offenbar nicht mehr äußerlich – als klar umrissene Gegenstandsbereiche – gegenübergestellt werden.