Lesung und Gespräch – Didier Eribon

"La société comme verdict - Gesellschaft als Urteil“

  • 21:00 - 23:00 Uhr
  • 12.10.2017
  • Milchsackfabrik

Didier Eribon [suhrkamp | paris] Moderation: Tania Martini [taz | berlin] Deutscher Text: Linus Koenig [landungsbrücken | frankfurt]

Theatersaal Landungsbrücken Frankfurt 12,- Euro, erm. 6,- Euro Kartenreservierungen per Email: tickets (at) milchsackfabrik.de

Wir begrüßen den französischen Autor Didier Eribon und stellen mit einer Lesung und einem Gespräch sein neues Buch "La société comme verdict - Gesellschaft als Urteil“ vor. Moderieren wird den Abend Tania Martini, die bei der taz die Bereiche Geisteswissenschaften und das Politische Buch leitet.

Herr Eribon wird im Gespräch mit der Journalistin Tania Martini von einer Dolmetscherin übersetzt. Die Lesung der deutschen Texte aus den Büchern "Rückkehr nach Reims" und "Gesellschaft als Urteil" wird von dem Sprecher/ Schauspieler Linus Koenig vorgetragen.

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Didier Eribons "Rückkehr nach Reims" gilt bereits heute als Klassiker der Zeitdiagnose. In seinem neuen Buch greift Eribon viele Themen des Vorgängers wieder auf und vertieft seine Überlegungen zu zentralen Fragen. Die Gesellschaft, so der französische Soziologe im Anschluss an Pierre Bourdieu, weist uns Plätze zu, sie spricht Urteile aus, denen wir uns nicht entziehen können, sie errichtet Grenzen und bringt Individuen und Gruppen in eine hierarchische Ordnung. Die Aufgabe des kritischen Denkens besteht darin, diese Herrschaftsmechanismen ans Licht zu bringen.

Zu diesem Zweck unternimmt Eribon den Versuch, die Analyse der Klassenverhältnisse sowie der Rolle zentraler Institutionen wie des Bildungssystems auf eine neue Grundlage zu stellen. Dabei widmet er sich auch Autorinnen und Autoren wie Simone de Beauvoir, Annie Ernaux, Assia Djebar und Jean-Paul Sartre sowie ihrem Einfluss auf seinen intellektuellen Werdegang. Nur indem wir uns den Determinismen stellen, die unser Leben regieren, können wir einer wahrhaft emanzipatorischen Politik den Weg bereiten.