Aufführung – Nachts, als die Sonne für mich schien

von Uisenma Borchu

Wann soll man radikal sein, wenn nicht im ersten Film?“, sagte Uisenma Borchu über ihr Debüt „Schau mich nicht so an“,mit dem die junge Münchner Regisseurin 2016 den Bayerischen Filmpreis gewann. In ihrer ersten Theaterarbeit thematisiert sie nun ihre Lebensgeschichte: „Ich bin als kleines Mädchen mit der transsibirischen Eisenbahn aus der Mongolei in Ost-Berlin am Bahnhof angekommen. Damit sollte ein neues Leben beginnen – eine erwünschte mongolische Familie in der DDR. Aber nur wenig später: eine unerwünschte mongolische Familie in der BRD!“ Mit drei SchauspielerInnen und ihrem Vater wird die Regisseurin ihre Erinnerung zum Leben erwecken, mit der bleibenden Frage: Ist die Zeit, ist die Vergangenheit wieder einzuholen? Und kann man dadurch dem Rätsel, wer man ist, auf die Spur kommen?

PRESSESTIMMEN

„Sie gewährt mit ihrem leisen autobiografischen Zugang einen psychologischen Eingriff in den Prozess einer schwierigen Integration und liefert gleichzeitig einen Kommentar zu einem Land, das keine Einheit ist. Man möchte mehr solche Stimmen hören." (K. Erik Franzen – Frankfurter Rundschau)

MIT Araba Walton, Borchu Bawaa, Christian Löber, Lea Johanna Geszti, Uisenma Borchu INSZENIERUNG Uisenma Borchu BÜHNE Irina Schicketanz KOSTÜME Tschagsalmaa Borchuu, Veronika Schneider VIDEO Sven Zellner LICHT Pit Schultheiss MUSIK Daniel Murena DRAMATURGIE Johanna Höhmann